Die Kanzlei
RA Wieschemann
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Wir sind im Rahmen der Anwaltausbildung des Deutschen Anwaltvereins (DAV) als eine der ersten praktisch ausbildenden Kanzleien tätig. Die DAV-Anwaltausbildung, die vom Deutschen Anwaltverein in Zusammenarbeit mit der Fernuniversität Hagen angeboten wird, soll Referendaren, die den Anwaltsberuf ergreifen wollen, eine qualifizierte, speziell auf die zukünftige Tätigkeit ausgerichtete Ausbildung anbieten, die deutlich über die staatliche hinausgeht. Es ist Ziel der Anwaltausbildung, sich speziell auf seinen späteren Beruf vorzubereiten, die handwerklichen Mittel zu erlernen, um beim Berufsstart in einer Rechtsanwaltskanzlei ohne längere Einarbeitungsphase weitgehend selbständig arbeiten zu können. Sowohl die Berufseinsteiger, wie auch die späteren Arbeitgeber können ein Interesse daran haben, dass zwar die Befähigung zum Richteramt vorliegt, der Anwaltsberuf jedoch erst noch erlernt werden muss. Wir sind der Ansicht, dass das Referendariat in seiner jetzigen Form nicht ausreicht, um die jährlich bis zu 8.000 in den Anwaltsberuf strömenden Absolventen des zweiten juristischen Staatsexamens auf ihre spätere Tätigkeit vorzubereiten. Daran ändert auch die Reform des juristischen Ausbildungsgesetzes nichts. So gehen die Inhalte der Anwaltsausbildung deutlich über rein examensrelevante Themen hinaus und umfassen auch Aspekte des Kanzleimanagements wie beispielsweise Bürotechnik, Buchführung oder Organisation sowie Aspekte der anwaltlichen Tätigkeit wie Gebühren-, Kosten- und Berufsrecht oder Marketing.Die Ausbildung besteht aus einem zwölfmonatigen praktischen Teil, der im Rahmen des Referendariats während der neunmonatigen Rechtsanwalts- und der dreimonatigen Wahlstation in der Ausbildungskanzlei absolviert wird.
Ergänzt wird er durch einen theoretischen Teil, der im Heimstudium angeboten wird. Die Inhalte sind dabei unterteilt in zwei Blöcke: Erstens "Die Anwaltskanzlei" und zweitens "Das Anwaltsmandat" mit insgesamt 27 sogenannten Studienbriefen, zu denen jeweils zwei Prüfungsarbeiten angeboten werden. Die Studienbriefe werden dabei auf der Homepage der Fernuniversität Hagen als PDF-Dateien bereitgestellt. Es empfiehlt sich, mit dem ersten Block bereits während der Wartezeit auf einen Referendariatsplatz oder aber während der ersten Monate des Referendariats, während derer der Arbeitsaufwand erfahrungsgemäß nicht sonderlich hoch ist, zu beginnen.
Hinzu kommt ein vom DAV angebotenes mehrtägiges Präsenzseminar.
Der praktische Teil der Ausbildung wird kostenlos angeboten, der theoretische Teil wird von der Fernuniversität Hagen zum Selbstkostenpreis von derzeit Euro 2.250,00 (Stand Januar 2005) angeboten.
Das Ausbildungsangebot richtet sich an Referendare, die den Anwaltsberuf als klares Ziel vor Augen haben. Sie werden in den Kanzleialltag eingebunden und sollen hier unter Anleitung weitgehend selbständig arbeiten. Der Referendar sollte sich dabei dessen bewusst sein, dass dies einen erhöhten Zeit- und Arbeitsaufwand gegenüber den üblicherweise angebotenen Inhalten der Rechtsanwalts- oder Wahlstation bedeutet. Wer die Rechtsanwaltsstation also als reine "Tauchstation" betrachtet und sich während ihr lediglich auf seine, Examensklausuren vorbereiten möchte, dem sei empfohlen, von diesem Angebot keinen Gebrauch zu machen.
Sollten Sie sich für eine DAV-Anwaltsausbildung in unserem Hause interessieren, so nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.
Interessante Links zu diesem Thema:
Homepage des DAV
www.dav.de
Homepage der DAV-Anwaltausbildung
www.dav-anwaltausbildung.de
Homepage des Institutes für juristische Weiterbildung der Fernuniversität Hagen
www.fernuni-hagen.de